Inklusion und Teilhabe

Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes

Ausgangssituation

Frau mit Behinderung und junger Frau

Das BTHG bringt mit dem Systemwechsel in der Eingliederungshilfe neue Chancen und Herausforderungen für Menschen mit Behinderung, Einrichtungsträger und Kostenträger. Mit den veränderten Zugangsvoraussetzungen, Refinanzierungsgrundsätzen, neuen Formen des Wettbewerbs der Anbieter und einem personenzentrierten Verfahren der Leistungsbe- messung und Leistungserbringung steigen Unsicherheit, Beratungsbedarf und Erfordernis an landesrechtlicher Ausgestaltung der Hilfen.

Gleichzeitig ist der begonnene Prozess der Umsetzung von Anforderungen der UN-BRK, untersetzt durch den sächsischen Aktionsplan (in Kraft 2017) und die verbandlichen Bemühungen um inklusive Ausgestaltung von sozialen Räumen kontinuierlich zu begleiten.

Ziel

Durch Beratung, Begleitung und Ausgestaltung im Bereich der Eingliederungshilfe wird Bundesrecht umgesetzt. Inklusiven Ansätzen sind durch geeignete verbandliche Maßnahmen und im Rahmen der Liga befördert.

Adressaten

Einrichtungen der EGH und Leistungsträger, auch an Schnittstellen der Pflege, Sozialhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Menschen mit Behinderungen

Aktivitäten

  • Beratung, Sensibilisierung, Gremienarbeit, Veranstaltungen, Unterstützung sozialräumlicher und seelsorgerischer Arbeit im Sozialraum; Jugend- und Ehrenamtlichenarbeit,
  • Fachberatung und Vernetzung der Akteure
  • bedarfs- und nachfragegerechte Unterstützung von Stakeholdern im Prozess
  • verbandliche Arbeit im Rahmen des Projektes "Begegnung und Teilhabe" zur Förderung inklusiver Maßnahmen
  • konzeptionelle Arbeit und Fachberatung im Bereich Arbeit und Beschäftigung, frühkindliche Bildung und Erziehung,
  • Vernetzung mit Partnern sowie Mitwirkung bei der Umsetzung und Fortschreibung des Landesaktionsplanes UN-BRK

 

Implementierung und Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in den Diensten und Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie deren Weiterentwicklung im Sinne des BTHG und der UN Behindertenrechtskonvention

 

Ausgangssituation 

Psychiatrieerfahrene Menschen erleben bis heute ein sehr auf Separierung angelegtes Hilfesystem. Wohn- und tagesgestaltende Angebote haben durch ihre Lage und die Konzentration auf Menschen mit psychischer Erkrankung oftmals in sich einen separierenden Charakter, der Schutzgedanke stand bei der Konzipierung oft im Vordergrund. Übergänge zurück in ein selbständiges Leben sind oft von großen Barrieren gekennzeichnet, so dass Betroffene erst recht nach länger dauernden Episoden oft scheitern.

In der fünfjährigen Fachdiskussion über das Verständnis von Inklusion im Sinne der im März 2009 von der Bundesrepublik Deutschland ratifizierten UN-BRK ist der Personenkreis see- lisch behinderter bzw. psychisch kranker Menschen nach unserer Wahrnehmung lange Zeit im Hintergrund geblieben. Das geplante neue Bundesteilhabegesetz soll die Situation dieses Personenkreises im Sinne der Umsetzung der UN-BRK deutlich verbessern. Einrichtungen und Träger haben sich mit der veränderten rechtlichen Situation auseinanderzusetzen und neue Konzepte im Sinne der Zielsetzung der gleichberechtigten Teilhabe zu entwickeln.

Ziel

  • Information über die Inhalte und Ausgestaltung des BTHG sind gegeben
  • Reflexion und Entwicklung der Hilfesysteme für den Personenkreis psychisch kranker Menschen im Kontext des BTHG sind erfolgt
  • Konzepte der Dienste und Einrichtungen sind überarbeitet
  • Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung bei den psychisch kranken Menschen bzw. deren Betreuern, Mitarbeitenden, Verantwortlichen der Träger, Politik und Verwaltung wurden durchgeführt.

Adressaten

  • Dienste und Einrichtungen der Caritas
  • Nutzer der Dienste und Einrichtungen und deren Betreuer
  • Verantwortliche der Träger, Politik und Verwaltung

Aktivitäten

  • Arbeitskreise
  • Beratende Begleitung von Diensten und Einrichtungen bei der konzeptionellen Weiterent- Wicklung
  • Vernetzung
  • Fachtag