Pflegereform

Begleitung der Verantwortlichen in den Einrichtungen bei der Umsetzung des Pflegestärkungsgesetz 2

Ausgangssituation

Eine Pflegerin spricht mit einer Seniorin.

Das 2. Pflegestärkungsgesetz (PSG 2) hat mit der Fokussierung eines veränderten Pflege- bedürftigkeitsbegriffes, weg von der Defizitorientierung hin zu einer Betrachtung der individuellen Unterstützungsbedarfe und Ressourcen, einen Paradigmenwechsel eingeläutet. Für die Pflegekräfte bedeutet dies eine Veränderung von der sehr stark an Verrichtungen und an Zeiten orientierten Pflege hin zu den individuellen Bedarfen des/der einzelnen Pflegebedürftigen.

Für die Verantwortlichen in den Diensten und Einrichtungen erfordert dies die Anpassung ihrer Konzepte, vertraglichen Regelungen und der personellen Ausstattung. Die Kommunikation und vor allem die Beratung der Kunden haben einen wesentlich höheren Stellenwert und sind neu zu gestalten. Der Gesetzgeber gibt insbesondere mit dem 2. Pflegestärkungsgesetz dem Grundsatz "ambulant vor stationär" neues Gewicht.

Ziel

Die Einrichtungen und Dienste haben den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff in den Pflege- und Einrichtungskonzepten sowie allen handlungsleitenden Unterlagen umgesetzt. Die Pflegebedürftigen und deren Zu- und Angehörige werden kompetent und bedarfsorientiert beraten. Die Mitarbeitenden in den Einrichtungen sind bzgl. des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs geschult und orientieren sich in der Pflege an den individuellen Unterstützungsbedarfen des betreffenden Menschen.

Adressaten

Verantwortliche der ambulanten Pflegedienste (Sozialstationen) Einrichtungsleitungen in der stationären Altenhilfe

Aktivitäten

Die Verantwortlichen in den Diensten und Einrichtungen werden speziell in Konferenzen und Arbeitstagungen über den veränderten Pflegebedürftigkeitsbegriff informiert. Im Rahmen dieser Konferenzen und in entsprechenden Arbeitskreisen (Qualitätskreis) werden die Konzepte überarbeitet und angepasst.

Die vorhandenen Beratungsbroschüren für Zu- und Angehörige werden miteinander überarbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Referat Öffentlichkeitsarbeit neu gestaltet und neu aufgelegt.

Die Verantwortlichen der Dienste und Einrichtungen erhalten Anleitung und Unterstützung bei der Schulung ihrer Mitarbeitenden vor Ort. Im Ergebnis wird in den Einrichtungen der veränderte Pflegebedürftigkeitsbegriff konsequent umgesetzt und die Bewohnenden und die Patienten werden ihren Ressourcen entsprechend in ihrem Alltag unterstützt und gepflegt.