Attraktivität sozialer Berufe

Ausbildungskampagne

Ausgangssituation

Kampagne

Wegen der demografischen Herausforderungen gibt es einen starken Wettbewerb, um junge Menschen für die Ausbildung zu gewinnen. Im Sommer 2016 wurde die im Verband entwickelte Kampagne "Du fehlst uns noch" gestartet, die junge Menschen für eine Ausbildung als Erzieher(in) oder Altenpfleger(in) gewinnen will. Jugendliche in der Berufsfindungsphase werden darin für einen freiwilligen Dienst in den Ferien und für einen Freiwilligendienst (BFD, FSJ) angesprochen.

Ziel
Junge Menschen für eine Ausbildung in einem sozialen Beruf gewinnen.

Adressaten
Jugendliche, Pfarrgemeinden, Dienste und Einrichtungen, Öffentlichkeit

Aktivitäten

  • Präsentation auf der Messe "KarriereStart" in Dresden und weiteren regionalen Berufe-
    Messen,
  • Etablierung des Kampagnenmaterials, Information auf verbandlichen Veranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit der Jugendseelsorge des Bistums
  • Evaluation

 

Sicherung der Fachlichkeit durch Analyse der Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen

Ausgangssituation

Die Arbeit in den Diensten und Einrichtungen der Caritas findet innerhalb gesetzlicher Rahmenbedingungen statt. Die Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenz der Mitarbeitenden ist ein Qualitätsmerkmal, erhöht die Attraktivität der Arbeit und des Professionsverständnisses und erhält die Arbeitsfähigkeit.

Ziel

Mitarbeitende und Leitungsverantwortliche in den Diensten und Einrichtungen sind über Veränderungen und Entwicklungen in Gesetzgebungsverfahren und bei der Umsetzung von Gesetzen informiert, die Ausstrahlungswirkung auf alle Rechtskreise und Felder sozialer Arbeit haben.

Adressaten

Mitarbeitende und Leitungsverantwortliche in den Diensten und Einrichtungen

Aktivitäten

Im Projekt werden die Veränderungen und Entwicklungen in Gesetzgebungsverfahren und der Umsetzung von Gesetzen verfolgt und im Hinblick auf deren Auswirkungen für die Tätigkeit des Verbandes hinsichtlich benachteiligter und hilfebedürftiger Menschen bewertet. Wesentliche Urteile und Beschlüsse von Sozialgerichten werden gesammelt, analysiert und in den Ausgaben der verbandsinternen Zeitschrift "caritas intern" aufbereitet und publiziert. Darüber hinaus wird rechtliche Beratung von Mitarbeitenden in den Fachdiensten und Einrichtungen auf konkrete Anfrage und in der Konferenzarbeit geleistet.

 

Fachkräftesicherung durch

  • Sensibilisierung für soziale Berufe
  • Möglichkeiten der Verbesserung der Passgenauigkeit der Erwartungen potentieller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Arbeitsbedingungen mit den angebotenen Stellenprofilen und Arbeitsorganisationen der Einrichtungen und Dienste

Pflegerin misst einer älteren Dame den Blutdruck

Ausgangssituation

Im Kontext der demographischen Entwicklung wird insbesondere die Sicherstellung des Fachkräftebedarfes in der gesamten Palette der sozialen Einrichtungen zur Herausforderung.

Ohne ausreichenden Fachkräftenachwuchs wird es den Trägern zunehmend schwerer, den gesellschaftlichen Erwartungen an die Qualität der sozialen Einrichtungen und Dienste, den prognostizierten zukünftigen Bedarfen, insbesondere in der Pflege und in den Kindertagesstätten, als auch den Erwartungen der Wirtschaftspolitik an eine gute, funktionierende und attraktive Soziallandschaft für Unternehmensansiedlungen gerecht zu werden.

Dabei konkurrieren die sozialen, erzieherischen und pflegerischen Berufe mit vielen anderen Berufen, Berufsfelder, die allzu oft für junge Menschen (noch) attraktiver sind als Berufsfelder, in denen sie direkt und unmittelbar mit Menschen arbeiten. Hinzu kommt, dass ländliche Gebiete oft als vermeidlich unattraktiv empfunden werden.

Die Erwartungen von potentiellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Arbeitsplätze und Arbeitsorganisationen stimmen nicht immer mit den Stellenprofilen, Arbeitsorganisationen überein. Träger müssen daher aktiv sich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit sie ihre Arbeitsorganisation den Bedürfnissen der Bewerber anpassen können. Dabei geht es nicht nur um standardisierte Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität der Arbeitsplätze auf Betriebsebene (Vereinbarkeit von Familie und Beruf). Vielmehr ist zu fragen, inwieweit Arbeitsplätze mitarbeiterindividuell flexibilisiert werden können. Es gibt wenige Erfahrungen im Umgang mit individualisierten Personalkonzepten, sowohl hinsichtlich Wirkung auf die Stammbelegschaft, der objektiven Möglichkeit als auch in Bezug auf Erfolg und Wirkung.

Ziel

  • Das Projekt hat sensibilisiert, motiviert und initiiert, damit es in den verschiedenen Handlungs- und Verantwortungsbereichen zu Einzelmaßnahmen kommt.
  • Träger und Leitungsverantwortliche geben den Fragen der zukünftigen Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung eine hohe Priorität und definieren sie als strategische Unternehmensziele.
  • Träger und Leitungsverantwortliche haben aktiv ihre Arbeitsplatzattraktivität reflektiert, einschließlich der Möglichkeit der Veränderungen von Einsatzplanungen und Dienstplänen und Arbeitsformen hinsichtlich der Möglichkeit zur Flexibilisierung und Individualisierung.
  • Träger und Leitungsverantwortliche haben die Möglichkeit der Anpassung der Stellenprofile an die individuellen Bedürfnisse potentieller Mitarbeitenden geprüft.
  • Träger und Leitungsverantwortliche haben mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Beachtung des Betriebsfriedens die Grenzen einer Individualisierung der Arbeitsbedingungen sowie Kriterien, welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon in welchen Zeitabschnitten profitieren können, entwickelt.
  • Träger und Leitungsverantwortliche kennen die rechtlichen Möglichkeiten der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Adressaten

  • Träger- und Leitungsverantwortliche und Mitarbeitende in caritativen Einrichtungen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Schüler und Eltern
  • allgemeine Öffentlichkeit sowie Institutionen

Aktivitäten

  • Sensibilisierung der leitenden Mitarbeitenden und Träger zum Thema
  • Angebot der Beratung oder zur Durchführung von Workshops
  • Unterstützung bei der Analyse der Bedarfe und Einsatzkonzepte
  • Wissenstransfer zu den rechtlichen Gegebenheiten sowie Unterstützung bei der Operationalisierung auf Träger bzw. Einrichtungsebene
  • Unterstützung bei der Vorbereitung von konkreten Maßnahmen 
  • Beteiligung am Dialog der Institutionen (z. B. Arbeitsagenturen, Kammern, Bildungsagenturen etc.)