12. Oktober 2016

Einmal längs durch Serbien

Caritas SuboticBei der Caritas in Subotica werden Essenspakete für Flüchtlinge gepackt.Foto: Mechthild Gatter

Heute Morgen haben wir die Kollegen der Caritas Subotica besucht. Während einer die Essenspakete für das Flüchtlingscamp packt, treffen sich die Mitarbeiterinnen der Hauskrankenpflege zur Besprechung. Die Caritas Subotica hat fünf Standorte der Hauskrankenpflege, das heißt Pflege und Hauswirtschaft. Für ärztliche Verordnungen müssen die Patienten ins Gesundheitszentrum der Stadt gebracht werden.

Anschließend machen wir uns auf den Weg, ein Mal längs durch Serbien. Es regnet und regnet! Wir besuchen das Caritas-Zentrum der griechisch-katholischen Caritas in Ruski Krstur. Am Mittwoch treffen sich immer die älteren Frauen aus dem Ort und machen Pasta. Wir werden sofort angelernt!  Die Nudeln werden verkauft. Der Erlös trägt zum Beispiel zum Unterhalt des Zentrums bei. Zuletzt wurde er einer krebskranken Frau gespendet, damit sie sich Medikamente kaufen konnte.

Wir fahren weiter nach Novi Sad in einen Kindergarten für Roma-Kinder. Die beiden Erzieherinnen leisten Großartiges. Zwei kleine Räume, in einem davon noch die Küche, beheizt mit einem elektrischen Heizstrahler (!), eingerichtet aus Sachspenden der Caritas Österreich, ein winziger Spielplatz.

Berglandschaft in Serbien.Traumhafte Landschaften: Einmal längs durch SerbienFoto: Mechthild Gatter

In Belgrad machen wir noch einen kurzen Stopp, unser Fahrer ist der Mann einer Caritas-Mitarbeiterin. Die Autobahn ist in einem sehr guten Zustand, es ist wenig Verkehr, meist Tempolimit 120, und so können wir die wunderbare Landschaft, am Horizont die Berge, genießen. Das letzte Stück zur Grenze zum Kosovo führt im Dunkeln über eine enge, holprige Straße durchs Gebirge. Wir passieren die Grenze zu Fuß. Die serbischen und die kosovarischen Grenzer sind freundlich zu uns. Auf der kosovarischen Seite werden wir vom Freund eines Caritas-Mitarbeiters in Empfang genommen und ins Hotel in Pristina gefahren. Unser Magdeburger Kollege hat in Pristina studiert und zeigt uns seine Stadt: westlich, quirlig, jung - Altersdurchschnitt der Einwohner 24 Jahre, wunderbare, unterschiedliche Architektur.