URL: www.dicvdresden-meissen.caritas.de/presse/liebende-haende-12.-altenhilfe-begegnungstag-in-gera-75ed35f1-6963-4b74-92e9-32857f567332
Stand: 26.04.2018

Mitarbeiter

Liebende Hände: 12. Altenhilfe-Begegnungstag in Gera

Altenhilfebegegnungstag 2Bischof Heinrich Timmerevers im Gespräch mit Mitarbeitenden in der Altenhilfe.Foto: Andreas Schuppert

Etwa 150 Frauen und Männer aus allen Einrichtungen der stationären und ambulanten Altenhilfe des Bistums waren gekommen, um sich wiederzusehen, sich kennenzulernen, miteinander zu beten und zu feiern. "Sie leisten nicht nur eine wichtige Arbeit, sondern stellen sich in den Dienst des Menschen. Dadurch haben unsere Einrichtungen etwas, was andere nicht haben", betonte der Bischof. Gleichzeitig sprach er sich für eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Pflegeberufe aus.

Fachkräftemangel wirkt sich auch in Caritas-Einrichtungen aus

Inzwischen wirkt sich der Fachkräftemangel auch in den Altenhilfe-Einrichtungen der Caritas aus. "Wir brauchen vor allem eine stärkere gesellschaftliche Wertschätzung der Pflegeberufe", sagt Antoinette Steinhäuser, Referentin für ambulante Altenhilfe im Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen. "Viele Pflegende bestätigen, dass sie von Bewohnern oder Patienten und deren Angehörige viel an Dankbarkeit zurückbekommen." Darüber müsse man besonders mit jungen Menschen sprechen, bevor sie sich für einen Beruf entscheiden.

Besonders sie fehlen in der Pflege. "Wir bemühen uns um jeden Bewerber, der Interesse zeigt", sagt Dorothee Wagner, Pflegedienstleiterin der Caritas-Sozialstation Dresden. Für jüngere Mitarbeiter müsse der Pflegeberuf attraktiver gestaltet werden. "Dabei ist die Bezahlung nicht immer das Problem", so Frau Wagner. Flexible Arbeitszeiten, Kinderkrippen- und Kindergartenplätze oder Mobilität seien besonders für junge Eltern wichtiger. Dazu komme auch, Mehrarbeitszeit verlässlich abbauen zu können.

Die Caritas-Pflegenden wollen sich nicht entmutigen lassen. "Unsere Einrichtungen werden als zeichenhaft und attraktiv wahrgenommen", bestätigt Veit Kokott, Abteilungsleiter Trägerschaften im Diözesancaritasverband. Der gute Ruf der Caritas könne somit auch zukünftige Mitarbeiter motivieren.

In den Einrichtungen der katholischen Altenhilfe im Bistum Dresden-Meißen sind rund 1.250 Mitarbeitende in 22 stationären und 16 ambulanten Einrichtungen beschäftigt. Sie werden von etwa 250 Ehrenamtlichen unterstützt. Insgesamt werden zirka 1.550 alte und kranke Menschen gepflegt und betreut.