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Stand: 26.04.2018

International

Eine Familie weltweit: Russische Caritas-Vertreter besuchten Dresden

Saratow

Sie haben mehr als 2.200 Kilometer hinter sich und kamen mit der Pastoralkonferenz des südrussischen Bistum St. Clemens in Saratow, die vom 28. April bis 1. Mai in der Familienferienstätte St. Ursula in Naundorf stattfand. Für die Caritas-Vertreter gab es ein Parallelprogramm in Dresden. So besuchten sie die Sozialstation Dresden, das Beratungszentrum sowie das Jugendhilfezentrum. Dazwischen gab es ein Gespräch mit den Abteilungsleitern des Diözesancaritasverbandes.

"Wir sind eine weltweite Caritas-Familie", sagt Direktorin Oksana Lebedeva. "Wir freuen uns  und sind sehr dankbar, dass wir die deutschen Einrichtungen besuchen können. Vor allem, um zu sehen, wie es die anderen machen und um zu lernen." Knapp 60 Caritas-Mitarbeiter hat die Caritas im Bistum Saratow - auf einer Fläche, die viermal so groß wie Deutschland ist. Schwerpunkte der Arbeit sind vor allem die Alten-und Obdachlosenhilfe sowie die Hilfe für Kinder und Jugendliche, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen. "Die Caritasarbeit in Russland wächst langsam, aber stetig. Nach wie vor schwierig ist die Finanzierung von sozialen Projekten", erzählt Frau Lebedeva.

"Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnte sich auch in Russland die Arbeit der Caritas etablieren", so Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich. "Allerdings erhält sie als religiöse Organisation kaum staatliche Unterstützung." Caritative Dienste und Einrichtungen seien deshalb zumeist auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

Der Besuch war für beide Seiten ein Gewinn. "Sehr gern haben wir unseren russischen Caritas-Kollegen Einblick in unsere Häuser der Beratungsdienste, Jugendhilfe sowie Alten- und Krankenpflege gegeben", meint die Dresdner Caritas-Geschäftsführerin Juliana Schneider. " Auch wenn die gesellschaftlichen und kirchlichen Gegebenheiten zwischen unseren Ländern grundverschieden sind, so ist der Caritas-Auftrag doch der gleiche: wir wollen Anwalt für Benachteiligte und Solidaritätsstifter sein." Es sei immer ein Gewinn, von anderen über ihre Arbeit zu erfahren.

Andreas Schuppert