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Stand: 29.03.2018

Aktuell

Bischof Timmerevers: Caritas und Diakonie sind wichtige Orte der Evangelisierung

Caritasrat_Diakonischer Rat IGemeinsame Sitzung von Caritasrat und Diakonischer Rat in Dresden.Foto: Andreas Schuppert

Eine entscheidende Frage sei, wie Kirche heute die Menschen in einer weitgehend nichtchristlichen Umwelt erreiche, betonte der Bischof. "Wo sind die Orte, an denen sich Menschen begegnen können." Der Erkundungsprozess im Bistum Dresden-Meißen habe gezeigt, dass es kirchliche Orte gebe, die auch den Gemeinden nicht bekannt oder präsent gewesen seien. "In unseren Caritas-Einrichtungen, Kindergärten und Schulen treffen die Menschen auf Mitarbeiter, die das Evangelium kennen und ihre Hilfe anbieten", sagte Timmervers. Diese Chancen gelte es auch für die Gemeinden zu nutzen. Dabei sei noch eine stärkere Vernetzung von Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen nötig.

Unterstützung für christliche Mitarbeiter

In den christlichen Einrichtungen müsse es Menschen geben, die den Glauben bewusst leben und sich "unter den Segen Gottes stellen", betonte der evangelische Landesbischof in Sachsen Carsten Rentzing.  Die Frage sei, wieviel  christliche Mitarbeiter brauche es in einer diakonischen Einrichtung, "damit sie noch christlich genannt werden kann".  Wichtig sei es, dass die christlichen Mitarbeiter den "selbst empfangenen Segen weitergeben". Dafür müssten sie "zugerüstet" werden.

Dies gehe jedoch nicht ohne die Unterstützung durch die verfassten Kirche, wie  die Vertreter von Caritasrat und Diakonischer Rat in einem gemeinsamen Papier hervorheben. Vor allem die spirituelle Begleitung und entsprechende Angebote könne nicht nur "Aufgabe von engagierten Mitarbeitern und Führungskräften sein." Dazu brauche es theologischen Sachverstand, der beispielsweise "auf ethische Fragestellungen" begleitend reagiert. Zudem müsse das umfangreiche Programm von Caritas und Diakonie als ein "Angebot der Kirche für ihre Gemeinden" erkannt und dafür geworben werden.

Ausstrahlung auf nichtchristliche Mitarbeiter

"Mit unseren spirituellen Angeboten haben wir schon eine enorme Ausstrahlung im Verband", betonte Mechthild Gatter, Abteilungsleiterin Fachberatung und Sozialpolitik im Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen und Mitautorin des Papiers. Dies zeige beispielsweise die alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiterwallfahrt, die besonders auch von nichtchristlichen Mitarbeitern angenommen und geschätzt werde.

Caritasrat und Diakonischer Rat sind die höchsten Gremien ihrer Verbände, in denen unter anderem sozialpolitische und ökonomische Entscheidungen getroffen werden. Nach 2009, 2011 und 2014 trafen sich die beiden Räte zum vierten Mal zu einer gemeinsamen Tagung. Diakonie und Caritas beschäftigen in Sachsen und Ostthüringen rund 30.000 hauptamtliche Mitarbeiter.

Andreas Schuppert