Engagement

Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFDmF)

Zwei Männer

Menschen mit Fluchterfahrung leisten einen Freiwilligendienst

Zielgruppe / Bedingungen

Ein BFDmF wird Menschen ermöglicht, die eine Fluchterfahrung haben. Berechtigt an einer Teilnahme am BFDmF sind Personen mit internationalem Schutz nach Richtlinie 2011/95/EU  oder Asylbewerber/innen mit einem zu erwartenden rechtmäßigen und dauerhaften Aufenthalt. Menschen aus sicheren Herkunftsländern (Merkblatt zum Sonderprogramm BFDmF) dürfen keinen BFDmF leisten. Sie können ggf. aber ein FSJ oder einen regulären BFD leisten. Die Freiwilligen benötigen die Zustimmung der Ausländerbehörde und eine Beschäftigungserlaubnis.

 Einsatzstellen

Grundsätzlich können Menschen mit Fluchterfahrung auf allen anerkannten BFD-Plätzen eingesetzt werden. Die Einsatzstelle entscheidet, ob auf einem Platz ein/e Freiwillige/r mit Fluchterfahrung eingesetzt werden kann. Wichtig ist hierbei eine gute Anleitung durch eine Person, die diese Aufgabe gerne übernimmt und bereit ist, die Herausforderungen und den Mehraufwand zu leisten, den die Anleitung von Menschen mit Fluchterfahrung bedeuten kann.

Leistung

Menschen mit Fluchterfahrung erhalten das Taschengeld und den Verpflegungskostenzuschuss in gleicher Höhe wie die anderen Freiwilligen. Dabei ist uns bewusst, dass dies in der Regel eine Kürzung ihrer Gelder aus dem Asylbewerberleistungsgesetz mit sich bringt.

  • ein monatliches Taschengeld von derzeit 180 Euro
  • Zuschuss zu Verpflegung und Unterkunft von 150 Euro (ausgewählte Einsatzstellen können eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung stellen)
  • Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung)
  • 26 Urlaubstage bei einem 12-monatigem Dienst

 Pädagogische Begleitung im BFDmF unter 27 Jahre (bei 12 Monaten Dienstzeit)

Die Freiwilligen mit Fluchterfahrung nehmen an den gesetzlich vorgeschriebenen 25 Seminartagen teil. Diese finden 5mal im Jahr jeweils von Montag bis Freitag statt. Weitere Informationen sind hier zu finden (Bildungsseminare).

Zudem wird den Freiwilligen ermöglicht, Deutsch zu lernen. Dazu wird in Absprache mit der Einsatzstelle individuell entschieden, in welchem Umfang Freiwillige für Deutschkurse freigestellt werden.

 Pädagogische Begleitung im BFDmF über 27 Jahre (bei 12 Monaten Dienstzeit)

Freiwillige über 27 Jahre nehmen an mindestens zehn Bildungstagen des BFD+ teil. Weitere Informationen sind hier zu finden (BFD Bildungstage). Darüber hinaus haben sie am Ende ihres Freiwilligendienstes ein zweitägiges Reflexionsseminar.

Auch diese Freiwilligen können für Deutschkurse nach Absprache mit der Einsatzstelle und dem Caritasverband freigestellt werden.

 
Freiwillige leisten ihren Dienst in der Flüchtlingshilfe

Zielgruppe / Bedingungen

Flüchtlingskind

Menschen, die Interesse an diesem Arbeitsfeld mit Flüchtlingsbezug haben, können ebenso einen BFDmF leisten. Dabei müssen sie allerdings schon so gut in Deutschland eingebunden sein, dass Integration kein Ziel in ihrem BFD ist.

Einsatzplätze

Der Einsatzplatz muss für den BFDmF anerkannt werden. Dies geschieht befristet auf drei Jahre durch das BAFzA. Hierzu gibt es verschiedene Wege. Bei allen muss der Flüchtlingsbezug erkennbar sein.

Bitte wenden Sie sich hierzu an den Caritasverband.

Leistung

Freiwilligen im Arbeitsfeld mit Flüchtlingsbezug erhalten das Taschengeld und den Verpflegungskostenzuschuss in gleicher Höhe wie die anderen Freiwilligen.

  • ein monatliches Taschengeld von derzeit 180 Euro
  • Zuschuss zu Verpflegung und Unterkunft von 150 Euro (ausgewählte Einsatzstellen können eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung stellen)
  • Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung)
  • 26 Urlaubstage bei einem 12-monatigem Dienst

Begleitende Bildung im BFDmF unter 27 (bei 12 Monaten Dienstzeit)

Die pädagogische Begleitung wird analog derer im FSJ / BFD durchgeführt. Weitere Informationen sind hier zu finden (Bildungsseminare). Im Abschlussseminar findet eine schwerpunktmäßige Reflexion des BFDmF statt.

Begleitende Bildung im BFDmF 27+ (bei 12 Monaten Dienstzeit)

Die pädagogische Begleitung wird analog derer im BFD+ durchgeführt. Weitere Informationen sind hier zu finden (BFD Bildungstage). Am Ende des Dienstes findet ein zweitägiges Reflexionstreffen statt.

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