Diözesan-Caritasverband Dresden-Meißen, 25.07.2012

Aus Liebe zum Kind

Fast 50 Jahre arbeitete Elisabeth Kaline als Erzieherin für die Caritas und erhält dafür die Ehrennadel in Gold

Für sie feiern die Mädchen und Jungen eine „Vogelhochzeit“, singen Lieder und haben die Räume festlich geschmückt. Elisabeth Kaline sitzt an diesem Vormittag auf einem „Thron“ und sieht den Rummel um sich mit ein wenig Skepsis. Aber die Kinder, ehemalige Mitarbeiterinnen des Kindergartens Don Bosco in Dresden, Eltern und Erzieher lassen es sich nicht nehmen, Elisabeth Kaline besonders zu verabschieden. Fast 50 Jahre war sie für die Caritas in der Kinderbetreuung tätig, seit 1975 für den jetzigen Kindergarten Don Bosco. Aus der Hand von Diözesan-Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich erhielt sie dafür die Ehrennadel in Gold des Deutschen Caritasverbandes (Foto).

Elisabeth Kaline gehört zu den Caritas-Mitarbeiterinnen der „alten Schule“. Mit der Ausbildung in Oranienburg (heute Land Brandenburg) begann am 1. August 1962 ihr kirchlicher Dienst. Danach arbeitete sie zunächst im katholischen Kindergarten in Pirna, später im Paulus-Kindergarten in Dresden bis sie im „Albertstift“ landete, der später„Don Bosco“ wurde. Ein hohes Engagement zeichnete die Arbeit von Frau Kaliner aus – auch über das Geforderte hinaus. So mancher Familie hat sie auf ihre stille und zurückhaltende Art und Weise geholfen, indem sie beispielsweise die Kinder der Familien auch außerhalb des Kindergartens zu Hause betreute und dadurch den Eltern die Wahrnehmung  wichtiger Termine ermöglichte, heißt es in der Würdigung des Caritasverbandes Dresden.

Auch Caritasdirektor Mitzscherlich hob diesen außerordentlichen Einsatz über viele Jahre hervor. „Die Liebe zum Kind und zum Beruf waren die Säulen ihrer Arbeit“, so Mitzscherlich. Dabei habe sie nicht viele Worte gemacht, sondern die Arbeit oft im Stillen und Verborgenen verrichtet. Vielleicht wird ihr der „tägliche Dienst“ fehlen, aber Frau Kaline will „ihrem Kindergarten“ auch weiter zur Seite stehen. „Vom Ruhestand habe ich jetzt noch nicht viel gemerkt“, sagt sie lächelnd. Das ehrenamtliche Engagement der „Ehemaligen“ schätzen Erzieher und Eltern der Einrichtung besonders. Am Ende lassen die Mädchen und Jungen schwarze, gelbe und bunte „Raketen“ steigen, um ihrer Erzieherin zu danken. Und dann muss Frau Kaline noch in jede Gruppe gehen, weil die Kleinen viele Geschenke vorbereitet haben.

 

 

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