Die Mammutaufgabe
Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen nehmen Kita-Kampagne wieder auf
Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen hat
die Kampagne „Weil Kinder Zeit brauchen. Für einen besseren Personalschlüssel
in Sachsens Kitas“ am 20. April wieder aufgenommen. Damit fordern die Verbände grundsätzliche
personelle Veränderungen in den Kindertageseinrichtungen und günstigere
Rahmenbedingungen für die Umsetzung des sächsischen Bildungsplans. Die Qualität
in den Einrichtungen dürfe „nicht auf den Rücken der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ausgetragen werden“, sagte der Vorsitzende der Liga, Rüdiger Unger,
auf einem Fachforum in Dresden.
"Seit Jahren fordert nicht nur die Fachwelt in Wissenschaft und Praxis einen besseren Personalschlüssel für die sächsischen Kitas“, so Unger weiter. Eltern sammeln Tausende Unterschriften, Kitas laden Abgeordnete ein und zeigen die Probleme vor Ort. Unger „Alle Verantwortlichen stimmen uns zu und trotzdem passiert nichts. Das Bildungsland Sachsen steht nicht nur in Schulfragen am Scheideweg. Frühkindliche Bildung ist der Schlüssel für weiteren Bildungserfolg. Wir haben einen exzellenten Kita-Bildungsplan in Sachsen.“ Gleichzeitig trage Sachsen mit den zweitschlechtesten Personalschlüsseln bundesweit den Konflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf Kosten der Fachkräfte und letztlich der Kinder aus.
Die Wohlfahrtsverbände tragen die Kampagne gemeinsam mit der GEW Sachsen und den Elternverbänden Dresdens, Leipzigs und Chemnitz. Sie soll ein öffentliches Bewusstsein schaffen für die notwendigen Verbesserungen der Kita-Rahmenbedingungen. Mit eigenen Plakaten, Postkarten und vielen Aktionen sowie Veranstaltungen vor Ort werden die etwa 1000 sächsischen Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft Mandats- und Entscheidungsträger des Landes und der Kommunen mit der Problemstellung konfrontieren und die Öffentlichkeit informieren. Spielerisches Kernmotiv der Kampagne ist ein Mammut, das die Größe der „Zukunftsaufgabe Kindertagesstätte“ symbolisieren soll. Über GEW und Eltern nehmen auch die kommunalen Kitas an der Kampagne teil.
Die Liga ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen. Ihre Aufgabe ist es, in den verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen die Interessen der Schwachen und Benachteiligten in Anwaltsfunktion zu vertreten. Der Liga gehören die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, das Deutsche Rote Kreuz, der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland an.
Kontakt: Ines Vogel, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit , AWO Landesverband Sachsen e.V., Tel. 0351 84704514
